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Meine Lieblingsrezepte lecker und einfach zum Nachmachen 

Resteverwertung von A-Z

Aktualisiert: 10. März

Gib mir den Rest - so lautet das Motto des heutigen Blogbeitrag. Wie bereits im letzten Beitrag zum Thema Mindesthaltbarkeitsdatum erzählt, stammen die meisten Lebensmittelverschwendungen aus privaten Haushalten. Dazu gehören vor allem Lebensmittelreste, die nicht gegessen oder auch vergessen wurden. Es passiert jedem Mal, dass etwas übrig bleibt. Das ist nicht das Problem. Was danach mit den Resten passiert allerdings schon. Denn oft landen diese im Müll. Ohne richtige Resteverwertung. Doch was lässt sich denn bitte aus kaltem Reis, einem Rest Tomatensoße oder einer halben Möhre noch zaubern? Ich sag dir, da geht noch einiges. Und wie, das erfährst du in diesem Blogbeitrag.

Doch zuvor noch ein paar Infos.

Obst und Gemüse landen mit ca. 35 % an der Lebensmittelverschwendung am häufigsten im Müll. Das ist auch nicht besonders verwunderlich, denn frische Lebensmittel halten einfach nicht so lange und sollten deshalb immer möglichst schnell gegessen werden. Auch die richtige Lagerung kann hier einen großen Unterschied machen, aber dazu habe ich dir ja schon einiges im letzten Blogbeitrag erzählt. Das sind die größten Gruppen bei Verschwendung zu denen ich euch Tipps zur Verwertung zusammengefasst habe:


Verwertung von: Gemüse

Verwertung von: Obst

Verwertung von: Brot

Verwertung von: Milch und Co.

Verwertung von: Fisch und Fleisch

Meine Tipps zur Vermeidung von Resten

 

Starten wir also mit Obst und Gemüse, hier sind ein paar einfache Verwertungsideen dazu:


1. Verwertung von: Gemüse


Suppen sind immer eine tolle Möglichkeit, Gemüse zu verwerten. Je Nachdem, wie viel Gemüse du zum Verwerten hast, lassen sich beispielsweise kleine Reste jeglicher Art in einer klaren Suppe verwerten. Dafür kochst du einfach etwas Brühe als Basis auf, fügst deine kleingeschnittenen Gemüsereste hinzu und je nach Appetit kannst du auch Nudeln dazugeben.

Hast du hingegen viel Gemüse von einer Sorte, dann kannst du das als Basis für deine Suppe nehmen. Ich hatte schon häufig große Mengen Karotten übrig und die eignen sich wirklich perfekt für eine Suppe. Die koche ich mit etwas Wasser, Brühe oder Kokosmilch auf und püriere sie danach. Dazu kann natürlich auch noch anderes Gemüse hinzugegeben werden, das gerade da ist, oder auch einmal eine reife Orange. In dieser Art von Suppe kann man wirklich alle möglichen Gemüsereste verwerten und auch zum Einfrieren auf Vorrat kochen. Hier findest du ein Beispiel zur Karottensuppe: https://www.jankas.blog/post/karotten-kokos-suppe


Neben Suppen eignet sich auch Ofengemüse für eine bunte Mischung und Kombination verschiedener Gemüsesorten. Mit Öl und Gewürzen verfeinern und du hast ein leckeres und gesundes Gericht.


Kleinere Gemüsereste kannst du aber auch in einem Curry unterbringen oder einen Dip kreieren. Dieses Curry kann ich dir wärmstens empfehlen, online findest du aber garantiert zu jedem Gemüse ein passendes Curry.


Soweit zum Gemüse, was sich besonders gut zum Kochen eignet. Aber auch Reste von Salat, Kräutern, oder anderem Grünzeug lassen sich sinnvoll verwerten. Wusstest du, dass Salat, Spinat oder auch Grünkohl eine tolle Basis für Smoothies sind? Gerade, wenn der Salatkopf schon etwas schlaff ist, mag man ihn nicht mehr unbedingt roh als Salat essen. Die meisten Salatsorten sind relativ mild im Geschmack und sehr wasserhaltig. Mit etwas Obst oder anderem Gemüse kannst du schnell einen ganzen Salatkopf pürieren. Danach interessiert es niemanden mehr, wie er vorher aussah und du hast einen leckeren Smoothie. Dieser Smoothie schmeckt super lecker und lässt sich hervorragend mit Salat zubereiten: https://www.jankas.blog/post/green-smoothie-spinat-banane .


Ansonsten sind Pestos eine tolle Möglichkeit, sowohl Salat als auch Kräuter zu verwerten. Kombiniert mit Olivenöl, Saat oder Nüssen lässt sich ein leckeres Pesto mixen. Auf Brot oder mit Pesto schmeckt das immer gut.

Besonders aus großen Mengen Kräutern lassen sich tolle Pasten zum Kochen vorbereiten. Auf meinem Blog gibt es bereits ein Rezept zum Dauerbrenner der Knoblauchpaste, aber auch zu einer tollen Curry-Paste, die ich euch hier verlinke: https://www.jankas.blog/post/currypaste .


So wie sich große Mengen Knoblauch zu einer Paste verarbeiten lassen, klappt es auch mit Kräutern wie z.B. Petersilie, Koriander und eigentlich allem, was bei herzhaften Gerichten gerne mal zum Einsatz kommt. Zwei Bund Koriander habe ich zum Beispiel für die Koriander-Paste verbraucht. Dazu habe ich nur etwas Öl und Salz gegeben und et voilà, schon ist die Paste fertig. So sind die Kräuter lange haltbar und dein zukünftiges Ich spart sich beim Kochen auch noch Zeit.


2. Verwertung von: Obst


Kommen wir zum Obst. Das landet, wie bereits erwähnt, genau wie Gemüse in Deutschland am häufigsten im Müll. Vorne mit dabei sind die Bananen. Dazu gibt es schon einen sehr ausführlichen Beitrag auf meinen Blog. Du kennst ihn noch nicht? Dann schau gerne hier vorbei.

Von den Bananen, die in Deutschland ankommen, landen immer noch 30% davon im Müll. Und das obwohl Bananen total vielfältig und lecker sind. In meinem zweiten YouTube Video hab ich euch bereits erzählt, dass es sich öfter mal lohnt zu single Bananen zu greifen, da sie sonst am Abend häufig im Müll landen würden. Aber was kann man denn zu Hause mit schon braun gewordenen Bananen anstellen? Zum Beispiel das Lockdown-Essen Nummer 1 backen: Bananenbrot. Es hat schon seinen Grund, warum es vor zwei Jahren fast dauerhaft auf Social Media zu sehen war. Perfekt zur Verwertung ist es allemal. Oder auch Smoothies, Muffins oder Eis sind hervorragend dafür geeignet. Wusstest du, dass man die Schalen von Bananen auch essen kann? Aber das erzähl ich euch mal in einem anderen Video oder ihr lest es auf dem Bananen-Blogbeitrag nach.

Smoothies sind gerade für unschöne Obstreste ideal. So lassen sich die Reste super schnell verwerten und sind auch der Renner bei den Kids.

Wer von Bananenbrot genug hat, kann auch anderes Obst zu Brot oder Crumble verbacken. Die restlichen Obstreste lassen sich auch als Kompott oder Marmelade einkochen und sind so später die perfekte Kombi zu selbstgemachten Pfannkuchen und Waffeln.


Was in Deutschland am zweithäufigsten im Müll landet, sind Backwaren. Obwohl wir deutschen Brot lieben, endet es viel zu häufig in der Tonne. Auch hier ist die Lagerung wieder ausschlaggebend für die Haltbarkeit. Allgemein gilt, dass Brot nicht luftdicht verpackt werden soll, denn sonst fängt es einfach schneller an zu schimmeln. Außerdem solltest du Brot nicht im Kühlschrank lagern, denn dort trocknet es ziemlich schnell aus. Sobald eine Scheibe Brot anfängt zu Schimmel, sollte man nichts mehr davon essen und es sollte komplett entsorgt werden. Denn sobald sich der Schimmel außen am Brot zeigt, ist es im Inneren meist schon komplett verbreitet. Damit bitte also keine Verwertung mehr vornehmen. Brot, das hingegen schon zu lange gelagert und nun trocken ist, kann man noch super verwerten. Hier ein paar Vorschläge für dich.


3. Verwertung von: Brot


Trockene Brötchen und Brotscheiben lassen sich mit einem ganz einfachen Trick wieder frisch machen. Dazu einfach kurz unter Wasser halten und dann im Ofen für ein paar Minuten aufbacken. So sind sie wieder fast so frisch, wie vom Bäcker. Aus Brotscheiben lassen sich aber auch Croutons oder Brotchips ganz einfach herstellen. Andere Rezepte, die sich leicht aus trockenem Brot zubereiten lassen, sind: Tiramisu,Crumble, Brotkuchen oder auch Bruschetta.


Sogar wenn das Brot hart wie Stein ist, lässt es sich noch verwerten. Was dann nämlich geht, ist Paniermehl. Dafür wird das Brot grob zerbrochen und in einem leistungsstarken Mixer püriert. Oder das Brot wird in eine Tüte gesteckt und mit einem Nudelholz bearbeitet, bis nur noch Krümel übrig sind. Beim Backen kann man übrigens einen Teil Mehl mit Paniermehl ersetzen. So muss altes Brot wirklich nicht im Müll landen. Was in Haushalten sonst noch oft übrig bleibt, sind Milchprodukte, Eier oder Öl vom Braten. Und dazu hab ich euch ein paar Ideen zusammengefasst.


4. Verwertung von: Milch & Co


Reste von Milchprodukten, sei es nun Kuhmilch, Hafermilch oder auch Kokosmilch, können sehr gut in Suppen oder Smoothies verwertet werden. Für Joghurt, Sahne und Creme Fraiche gilt das gleiche. Auch im Auflauf oder im Pfannengericht macht sich dieser Rest richtig gut. Genauso der Käse, der vlt. schon harte Ecken bekommen hat oder aus irgendeinem anderen Grund übrig geblieben ist. Ein einzelnes Ei bleibt gerne mal in der Verpackung übrig, wenn es nicht verbraucht wurde. Wenn sie abgelaufen sind, werden sie oft weggeschmissen. Dabei kann man mit dem Schwimmtest noch wunderbar

herausfinden, ob sie noch essbar sind. Einfach das Ei in ein Glas voll Wasser legen. Wenn das Ei unten auf dem Glasboden bleibt und nicht nach oben treibt, kann es noch unbedenklich gegessen werden. Manchmal schwimmt das Ei aber auch mittig, dann könnt ihr es trotzdem noch verwerten. Schwimmt es oben, haben sich Gase gebildet und das Ei sollte sehr genau mit den Sinnen getestet werden und wenn es gut riecht trotzdem hoch erhitzt zubereitet werden. Einzelne Eier oder auch Eierreste vom Backen können zum Beispiel noch in einem Auflauf oder in Bratreis verwertet werden. Bei besonders viel Eiweiß könnt ihr auch Baiser selber machen. Aus viel Eigelb-Resten hingegen lassen sich sehr viele Desserts zubereiten. Zum Beispiel Crème Brûlée, Pudding oder auch Zitronen Curd.


Ob beim Anbraten oder als Rest von Antipasti, Öl bleibt auch gerne mal übrig. Wichtig ist, dass es nicht in den Abfluss gegossen wird. Besser kann es noch gesammelt und beim nächsten Kochen verwendet werden. Öl kann man immer gut gebrauchen. Zum Beispiel für das Dressing vom Salat. Vor allem im Moment, wo Öl sehr rar ist, lohnt es sich gleich doppelt die Reste zu verwerten.


5. Verwertung von: Fisch & Fleisch



Fisch und Fleisch bleiben auch gerne mal als Rest übrig. Ich selbst esse es zwar nicht, nehme es aber vollständig halber mit in diesen Blogartikel für dich auf. Und allgemein gilt, dass man hier besonders vorsichtig sein sollte. Gerade, wenn die Produkte ein Verbrauchsdatum tragen, sollten sie auch zu diesem Zeitpunkt aufgegessen werden. Wenn ihr Fisch oder Fleisch kauft, kauft es am besten immer möglichst frisch. Verwerten lassen sich solche Reste sehr gut in Suppen, Gemüsepfannen oder ihr brät den Fisch oder das Fleisch einfach an und friert es danach direkt ein. (Was der Unterschied zwischen Verbrauchs- und Mindesthaltbarkeitsdatum ist, erkläre ich in diesem Video.)


Hier auf meinem Blog findest du aber auch schon einige Rezepte. Also stöber gerne noch ein bisschen rum.

Am besten vermeidet man so viele Reste wie möglich schon von vornherein. Dazu habe ich auch noch ein paar Tipps für dich.

Meine Tipps zur Vermeidung von Resten:

  1. Nicht zu viel Einkaufen (Tipps zum Einkaufen)

  2. Richtig lagern. So sind Produkte bis zu dreimal länger haltbar.

  3. Eat-me-first-Box einführen: Eine Box für geöffnete Produkte und alles, was zeitnah gegessen werden muss. So eine Box habe ich immer in meinem Kühlschrank stehen und behalte die Lebensmittel so besser im Blick.

  4. Richtige Mengen kochen: Denn verarbeitete Lebensmittel halten nicht so lange.

  5. Auch mal vom Rezept abweichen: Es bleiben gern mal kleine Mengen in Verpackungen übrig, wenn man nach Rezept kocht. Bei mir war das häufig Kokosmilch. Im Rezept waren 350 ml benötigt, in der Dose aber 400 ml. Mittlerweile passe ich die Rezepte auf meine Zutaten an, das heißt nicht, dass ich von allem mehr rein gebe, sondern manchmal einfach erneut abschmecke. Das klappt super und es bleibt direkt weniger übrig.

  6. Keine Verwertung für eine zu viel gekochte Portion? Dann friere Reste einfach ein, verschenke es an deine Liebsten, Nachbarn oder über Foodsharing.


Zum Abschluss würde mich noch interessieren, was denn bei dir am häufigsten im Müll landet und ob in diesem Blogartikel schon eine passende Verarbeitung für dich dabei war. Falls nicht, dann schreib mir das sehr gerne in die Kommentare. Ich bin mir sicher, dass wir auch noch dafür eine Möglichkeit finden werden und so können wir gemeinsam als Food Heroes gegen die Lebensmittelverschwendung angehen.


Du werkelst gerade schon in deiner Küche herum, um deine Essensreste zu verwerten? Dann teile gerne mit mir auf Instagram: https://www.instagram.com/jankalicious_/ deine Erfolge. Was hat dir am besten geholfen? Ich bin schon sehr gespannt darauf, von dir zu hören.


 

Schön, dass du dir die Zeit genommen hast meinen Blogbeitrag zu diesem wichtigen Thema zu lesen. Mehr davon findest du hier.


Hab noch einen schönen Tag und hoffentlich bis bald hier auf meinem Blog!

P.S.: Du willst dich offen über Lebensmittelrettung und Nachhaltigkeit austauschen? Dann schau gerne vorbei und werde zum Food Hero: https://www.facebook.com/groups/diefoodheroes/ FYI: Alternativ kannst du auch mein passendes YouTube-Video zu diesem Blogbeitrag anschauen: https://youtu.be/csIdb-l7uno


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